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Tausend Mal verschickt

Chronik kirchlicher Ereignisse: Rückblick auf 1000 Ausgaben EKHN-Newsletter

Jubiläumstorte mit Aufschrift EKHN-Newsletter Nr. 1000 - Konfettihintergrund

Seit November 1999 versorgt die EKHN interessierte Hessen-Nassauer regelmäßig mit aktuellen Informationen aus dem kirchlichen Leben. Jetzt ist die Nr. 1000 des EKHN-Newsletters erschienen. Ein Rückblick auf die vielen Themen, selbstverständlich als Auswahl und daher nicht ganz vollständig.

Der erste Newsletter ging am 19. November 1999 raus, direkt von der in Frankfurt tagenden EKHN-Synode. Wie viele Empfänger diese Erstausgabe hatte, ist leider nicht mehr dokumentiert. Ab Nr. 3 sind alle Newsletterausgaben lückenlos dokumentiert. Im ersten Jahr erschien der Newsletter 14-tägig, ab September 2000 dann einmal pro Woche.

Auf jeden Fall wurden die ersten Newsletter, damals noch über den Server von DIKE (Digitale Information und Kommunikation in der EKHN) versendet, in reinem ASCII-Text verfasst. Es gab keine Bilder und Umlaute waren auch nicht erlaubt. Am 10. Mai 2001 in der 50. Ausgabe freute sich die Redaktion über  bereits 1234 Abonnenten.

Infos aus den Arbeitsfeldern der EKHN

Am 21. Juni 2001 verweist die Online-Redaktion stolz auf den ersten Jahresbericht der EKHN. Der damalige Finanzreferent der EKHN, Dr. Rudolf Kriszeleit, bemerkt, dass mit dieser Form eines Jahresberichts mehr Transparenz über die Finanzen der Kirche geschaffen werde. Der Jahresbericht enthält neben einer Darstellung des Haushaltes auch kleine Reportagen aus vielen Einrichtungen und Arbeitsfeldern der EKHN:  vom Gemeinde-Besuchsdienst in Hofheim-Langenhain über musikalische Angebote bis hin zur Flughafenseelsorge auf Rhein-Main.

Erste Sonder-Ausgabe zu einem traurigen Ereignis

In einer Sonder-Ausgabe am 12. September 2001 macht die Redaktion auf die vielen Trauergottesdienste in der EKHN aufmerkram. Anlass waren die Terroranschläge in den USA. Der damalige Kirchenpräsident Hans Helmut Köke hält eine Andacht in der Wiesbadener Marktkirche. Im gesamten Kirchengebiet werden Mahnwachen und Friedensgebete gehalten, auf die wir hingewiesen haben.

Der 100. Newsletter geht dann am 21. April 2002 von der Synode aus in die digitalen Briefkästen von 1662 Abonnenten. Mit dem Newsletter Nr. 106 am 29. Mai 2002 sind dann erstmals Umlaute und Sonderzeichen möglich, Bilder gibt es aber noch nicht.

2002 ist das Jahr der Fußball-WM in Japan und Südkorea. In der EKHN kickt am 3. Juni ein Team um Kirchenpräsident Peter Steinacker gegen eine Auswahl der koreanischen Gemeinde in Dietzenbach. In der nächsten Ausgabe wird das Spielergebnis dokumentiert: 4:0 für die EKHN-Auswahl.

In diesem Jahr vermeldet der EKHN-Newsletter auch den Startschuss für eine neue Bibelübersetzung: Die Bibel in gerechter Sprache.

Übrigens: Die EKHN hilft den 2002 durch die Flut der Elbe betroffenen Kirchen und diakonischen Einrichtungen mit einem Sofort-Hilfefonds in Höhe von 3,2 Millionen Euro.

Newsletter legt an Umfang zu

Mit einer neuen Redakteurin an Bord, Rita Deschner (heute Haering), nimmt dann auch die Anzahl der Meldungen zu. Statt wie vorher maximal acht Meldungen, sind es dann auch schon mal bis zu 14 Meldungen.

Übrigens: 2003 hat der EKHN-Newsletter bereits 2013 Abonnenten.

In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends haben wir im Newsletter stets stolz auf Kirchengemeinden hingewiesen, die sich neu im Netz präsentieren. Schließlich war die Netzgemeinde noch relativ klein und man konnte jeden Neuzugang quasi persönlich begrüßen (Rubrik „Neu im Netz”).

Neben Reaktionen auf Gewalt im wahren Leben (9/11 in den USA oder das Bombenattentat 2004 in Madrid) greift der Newsletter auch immer wieder die Gewaltdebatte in den Medien auf. Im Frühjahr 2004 gibt es eine intensive Diskussion um den Kinofilm „Die Passion Christi”. Oberste Kirchenvertreter melden sich zu Wort und warnen vor einer unaufhaltsamen „Spirale der Grausamkeit” in den Medien. In einem Wiesbadener Kino gibt es dann eine Filmvorführung mit anschließender Diskussion.

Aber auch über schöne Themen berichtet die Redaktion, wie zum Beispiel die Gründung der Ehrenamtsakademie, damals eine deutschlandweit einmalige Einrichtung. Oder die Ausstellung über den Landesfürsten Philipp von Hessen, der die Reformation in Hessen einführte.

Blick über den evangelischen Tellerrand hinaus

2005 wird Joseph Ratzinger zum Papst gewählt. Im Newsletter dokumentierten wir die Reaktionen deutscher Theologen, die ihrer Hoffnung auf ein ökumenisches Miteinander (gemeinsames Abendmahl) zum Ausdruck bringen. 
Kirchenpräsident Steinacker begrüßt den Beschluss des G8-Gipfels zum Schuldenerlass und Armutsbekämpfung in Südafrika. In Bad Marienberg startet im September das Evangelische Gymnasium mit den ersten 56 Schülerinnen und Schülern den Unterricht.
An den staatlichen Schulen soll es nach Vorstellung von Steinacker einen islamischen Religionsunterricht geben, vom Kultusministerium genehmigt. Dies fördere den Dialog und die Toleranz der Religionen. Allerdings bekommt der Dialog der Religion Angang 2006 einen empfindlichen Dämpfer: Der Konflikt um die Mohammed-Karikaturen des dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard († 2021) eskaliert zu einem Streit um die Pressefreiheit. Evangelische reagierten mit Gebeten und Fürbitten, um der weltweiten Gewalt ein Ende zu setzen.

Originelle Medien-Angebote

2006 vergibt die EKD den „Goldenen Webfish” an den Evangelischen Regionalverband für sein besonders gelungenes Internetangebot, das auch einen virtuellen Andachtsraum bietet. Die EKHN präsentiert ein Online-Osterquiz mit Fragen rund um die Bedeutung des christlichen Feiertages. Zur Fußball-WM in Deutschland boomt das Public Viewing, die EKD präsentiert eine Seite mit Nationalhymnen-Karaoke und Adressen von Kirchengemeinden, die das öffentliche Fußball-Gucken anboten. Die Diakonie Deutschland bringt ein Aufklärungs-Quiz auf die Computer-Bildschirme, nicht via Netz, aber über eine CD-ROM. Mit Fragen rund um Sexualität und Verhütung - und mit Kontaktadressen von Beratungsstellen. Ebenfalls an Jugendliche richtet sich das Ausbildungsradio des Medienhauses. Bei dem Projekt werden Nachwuchstalente für den Hörfunk gefördert. Gesendet wird in Frankfurt aus der Jugendkulturkirche auf auf einer UKW-Frequenz. Zum 1. Dezember startet die Website kirche-entdecken.de einen digitalen Adventskalender.
Im EKHN-Newsletter erscheint am 21. Dezember 2006 zum ersten Mal ein Bild. Mit einer Weihnachtskerze verabschiedet sich die Redaktion in die Weihnachtsferien.

Lutherdekade, Zukunftsdebatte und Klimawandel

Das große Reformationsjubiläum wirft seine Schatten voraus. Damit das Wormser Lutherdenkmal in neuem Glanze erstrahlen kann, ruft die EKHN im Frühjahr 2007 zu Spenden auf. Für die nächsten zehn Jahre soll der Reformator im Mittelpunkt des Interesses stehen. Die EKHN will aber nicht nur zurück schauen, sondern richtet den Blick in die Zukunft: „Perspektive 2025” ist der Prozess betitelt. Auch darüber berichtet der EKHN-Newsletter kontinuierlich.
Die Stellvertreterin des Kirchpräsidenten Cordelia Kopsch reist im Juni 2007 über den Atlantik: die EKHN schließt eine Partnerschaft mit der United Church Of Christ in den USA. Seitdem bestehen enge Kontakte.
Gefeiert werden auch 800 Jahre Elisabeth von Thüringen und 60 Jahre EKHN. Die EKHN war am 30. September 1947 in Friedberg gegründet worden.
Am 8. Dezember 2007 beteiligt sich auch die EKHN-Website an der Aktion „Licht aus” und fährt für fünf Minuten ekhn.de runter. Seitdem ist der Klimawandel regelmäßig Thema der Berichterstattung des EKHN-Newsletters.

Raus ins Grüne, rein ins Amt

Die EKHN setzt 2008 die Website freiluftkirche.de auf und lockt die Menschen zu Gottesdiensten ins Grüne. Auch das Pilgern wird zunehmend populärer. Der EKHN-Newsletter gibt Tipps für Routen und Events. Kirchenläufe und Radtouren im EKHN-Gebiet werden ebenfalls beworben. 
Im August 2008 startet die Diskussion um einen neuen Kirchenpräsident: die Evangelische Sonntags-Zeitung präsentiert drei Kandidaten: Volker Jung, Sigurd Rink und Wolfgang Gern. Schließlich wird Jung am 27. September 2008 von der Kirchensynode der EKHN zum sechsten Kirchenpräsidenten der EKHN gewählt.
Die Wahl wird per Livestream auf ekhn.de übertragen, es ist der erste Livestream aus einer Synode.

Umwelt im Fokus

Am 20. Januar 2009 beginnen die Rodungsarbeiten im Kelsterbacher Wald für eine neue Landebahn. Kirchenpräsident Jung bedauert den Schritt der Fraport AG und appeliert zur Gewaltfreiheit.  Im August begrüßt Jung die Frankfurter Erklärung zum Flughafenausbau, in der u. ein Nachtflugverbot gefordert wird.
Das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung rät Kirchengemeinden, auf Ökostrom umzusteigen. Würden alle EKHN-Gebäude auf den grünen Strom umsteigen, so würde die CO2-Emission auf ein Zehntel reduziert werden. Das Kloster Höchst steigt um und deckt seinen Strombedarf ökologisch, das Dekanat Mainz tritt dem „Bündnis für eine kohlekraftwerkfreie Region Mainz Wiesbaden bei”. Auch der Kirchtag in Bremen thematisiert in Klima-Pavillons Themen wie Mobilität, Konsum, Ernährung und Energie.

Null Toleranz bei Gewalt

2010: auch im Bereich der EKHN werden Fälle von sexuellem Missbrauch bekannt. Die EKHN geht den Vorwürfen nach, sucht den Kontakt zu den Opfern und publiziert Broschüren, was bei Fällen von Gewalt zu tun ist. Eine Komission aus Vertretern von Kirche und Diakonie wird eingesetzt. Aktuelle Infos unter: handeln-hilft.de

Auch der seelische Druck an Schulen nimmt zu, die EKHN schafft neue Stellen im Bereich der Schulseelsorge und bietet Zusatzausbildungen für Religionslehrer an. 

 

Neuer Präses - neue Medien

Dr. Ulrich Oelschläger wird am 27. Mai 2010 von der Synode zum neuen Präses gewählt. Als drängende Themen benannte er den ökumenischen Dialog, den Dialog mit anderen Religionen sowie mit der Philosophie und mit der Politik. Im November erhält der ehemalige Präses Dr. Karl Heinrich Schäfer die Martin-Niemöller-Medaille, die höchste Auszeichnung, die die EKHN für ehrenamtliches Engagement vergibt.
Auf ihrer November-Tagung beschließt die Synode unter anderem das Aus für die Mitgliederzeitschrift ECHT. Mit den frei werdenden Mitteln sollen innovative Projekte der Öffentlichkeitsarbeit entwickelt werden. Kirchenpräsident Jung sieht „Raum für neue Ideen und neue Medien“. Es wird in den folgenden Monaten ein Medien- und Kommunikationsprojekt entwickelt. ekhn.de soll überarbeitet werden, Dekanate und Gemeinden werden digital über das Facett.Net angebunden. Zwei Mal pro Jahr wird eine Impulspost verschickt. Die Gemeinden werden stark in die Mitgliederkommunikation einbezogen und erhalten viele kostenlose Materialien. Zu Weihnachten 2012 erscheint die erste Impulspost mit dem Slogan „Merry Birthday”.

Lichtkirche und Segensroboter

Erstmals steht auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt eine echte Kirche: die LichtKirche, eine mobile Kirche, die auf Großveranstaltungen zum Einsatz kommt. Die LichtKirche soll als Ort der Besinnung und Ruhe dienen. Inmitten des Messerummels ein echter Kontrapunkt.

Ihren ganz großen Auftritt hat die LichtKirche dann 2017 in Wittenberg bei Weltausstellung der Reformation. Über mehrere Monate lockt sie dort mit einem Segens-Parcours die Luther-Pilger an. Unterstützt vom Segens-Roboter „BlessU-2”. Der spendet in mehreren Sprachen Segenssprüche und sorgt für ein riesiges Medieninteresse.

Willkommenskultur

In Deutschland und anderen europäischen Staaten führte der starke Anstieg der Asylbewerberzahlen im Jahr 2015 zu einer Verwaltungs- und Infrastrukturkrise, die allgemein als „Flüchtlingskrise” bezeichnet wird.

Die EKHN-Synode beschließt im November 2015 ein 21-Millionen-Euro Hilfspaket für die Flüchtlingsarbeit, Kirchengemeinden gewähren Kirchenasyl. In vielen Projekten wird eine Willkommenskultur gelebt. Der EKHN-Newsletter berichtet regelmäßig über diese Projekte. Professor Dr. Peter Scherle, Direktor des Theologischen Seminars der EKHN in Herborn, reflektiert die Situation theologisch.

EKHN und Diakonie Hessen dokumentieren ihr Engagement auf einer gemeinsamen Website: menschen-wie-wir.ekhn.de

Kirchenvertreter*innen reisen mehrmals zu Flüchtlingslagern im Mittelmeer, um sich vor Ort über die Situation der geflohenen Menschen zu informieren.

Für Demokratie und Toleranz

Bereits 2013 thematisierte die EKHN das Thema Toleranz mit einer Impulspost unter dem Titel „Toleranz üben üben”. Doch Migration und Flucht verschärften das Toleranzthema: Der sogenannte Rechtspopulismus wurde zunehmend salonfähig. Kirchenpräsident Jung kritisierte das Wahlprogramm der AfD in seinem Bericht zur Lage in Kirche und Gesellschaft, den er 2017 der Synode vortrug. Bei Mitarbeitenden in Kirchengemeinden sei das Gespräch zu suchen, wenn diese diskriminierend reden oder agieren.
2019 gibt die EKHN eine Orientierungshilfe zum Umgang mit Rechtspopulismus heraus. Ergänzt wird die Broschüre um Materialien und Webinare zum Thema „Demokratie stärken”

Digital in Pandemie-Zeiten

Seit März 2020 ist das Thema Corona nicht mehr aus dem EKHN-Newsletter wegzudenken. Das kirchliche Leben hat sich verändert. Gottesdienste und Veranstaltungen fallen aus oder werden ins Internet verlegt. Die Synode tagt digital, die Kirchenleitung sucht in Webinaren den Kontakt zu Kirchenmitgliedern und Mitarbeitenden, digitale Tools werden erprobt und von Experten empfohlen. Über all das informiert der EKHN-Newsletter. 

In den EKHN-Mitteilungen, die seit 2016 auch in Form eines Newsletters erscheinen. finden Mitarbeitende  Hinweise auf Fortbildungen, viele Materialien für die Arbeit in der Gemeinde und Infos zu aktuellen Regelungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Für alle haupt- oder ehrenamtlich Engagierten sind die EKHN-Mitteilungen eine wichtige Ergänzung zum EKHN-Newsletter. Beide Dienste sind kostenlos und können von allen Interessierten abonniert werden.

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Seit Januar 2017 hat der EKHN-Newsletter eine enge Kooperation mit der Evangelischen Sonntags-Zeitung. Im Newsletter gibt es ausgewählte Artikel des gedruckten Blattes.
Seit Oktober 2020 heißt die Website der Evangelischen Sonntags-Zeitung indeon.de Was sich da jede Woche so tut, erfahren Sie ebenfalls im EKHN-Newsletter. 

Außerdem hat indeon hat mit  indeon weekup auch einen eigenen Newsletter. 
Hier geht's zur Anmeldung

 

 

Übrigens: Im EKHN-Newsletter-Archiv gibt es eine empfindliche Lücke: Die Erstausgabe vom 19. November 1999 ist verschollen. Ebenso fehlt die Nr. 2 von Anfang Dezember 1999.

Hat jemand diese Ausgaben ...? Die sind fast so wertvoll wie die Blaue Mauritius ... 

 

 

 


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